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Maschinenlauf

- Der Maschinenlauf bezeichnet die tatsächliche Zeit, in der eine Produktionsanlage einen Auftrag verarbeitet. Die erfasste Laufzeit beeinflusst Kosten, Kapazitätsplanung, Auslastung und die wirtschaftliche Abwicklung von Produktionsaufträgen.

Maschinenlauf bezeichnet im Druck- und Produktionsbereich die tatsächliche Laufzeit einer Maschine während eines Produktionsauftrags. Gemeint ist also jene Zeitspanne, in der eine Druckmaschine, Schneidemaschine, Weiterverarbeitungsanlage oder andere Produktionsmaschine aktiv arbeitet und Material verarbeitet. Der Maschinenlauf ist ein wichtiger Faktor für die Kalkulation, Produktionsplanung und Auslastung einer Druckerei.

 

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Was bedeutet Maschinenlauf?

Unter Maschinenlauf versteht man die Zeit, in der eine Maschine nach dem Einrichten tatsächlich produziert. Dazu kann beispielsweise die Zeit gehören, in der eine Druckmaschine Papier bedruckt, ein Plotter Folien ausgibt oder eine Schneidemaschine fertige Druckbogen verarbeitet.


Nicht immer zählt jede Minute rund um einen Auftrag automatisch zum Maschinenlauf. Häufig werden Rüstzeit, Einrichtzeit, Maschinenlaufzeit und Nachbearbeitung getrennt betrachtet. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil verschiedene Arbeitsschritte unterschiedliche Kosten verursachen können.

Warum ist der Maschinenlauf für die Kalkulation wichtig?

Der Maschinenlauf in der Druckerei hat direkten Einfluss auf die Produktionskosten. Während eine Maschine arbeitet, entstehen unter anderem Kosten für Energie, Wartung, Verschleiß, Personal und Maschinenbelegung.

Je länger eine Maschine für einen Auftrag benötigt wird, desto höher können die entsprechenden Produktionskosten ausfallen. Deshalb wird bei vielen Kalkulationen mit einem internen Maschinenstundensatz oder mit einer bestimmten Leistung pro Stunde gerechnet.


Bei hohen Auflagen spielt die Produktionsgeschwindigkeit eine besonders wichtige Rolle. Eine Maschine, die viele Druckbogen pro Stunde verarbeiten kann, reduziert die benötigte Laufzeit und kann dadurch größere Aufträge wirtschaftlicher produzieren.

Maschinenlauf und Rüstzeit unterscheiden

Der Maschinenlauf darf nicht mit der Rüstzeit verwechselt werden. Die Rüstzeit entsteht vor dem eigentlichen Produktionsstart. Dazu gehören beispielsweise das Einlegen des Materials, das Einstellen der Maschine, Farbkontrollen, Testdrucke oder das Laden der passenden Produktionsdaten.

Erst wenn die Maschine regulär produziert, beginnt die eigentliche Maschinenlaufzeit. Nach Abschluss des Auftrags können zusätzlich Zeiten für Reinigung, Materialwechsel oder andere Arbeiten entstehen.

Gerade bei kleinen Auflagen kann die Rüstzeit im Verhältnis zum eigentlichen Maschinenlauf relativ hoch sein. Bei großen Auflagen verteilt sich dieser Aufwand dagegen auf eine größere Stückzahl.

DRUCKMASCHINENLAUF

DRUCKMASCHINENLAUF

Beim Maschinenlauf produzieren unsere HP Latex 360/365 und der Roland SOLJET PRO4 XR-640 großformatige Drucke. Material, Druckqualität, Format und Länge bestimmen die Laufzeit.

schneidemaschinenlauf

SCHNEIDEMASCHINENLAUF

Der Summa S 240 T-Serie Schneideplotter schneidet Folien und Druckmedien präzise entlang definierter Konturen. Motivgröße, Material, Schnittlänge und Komplexität beeinflussen die Maschinenlaufzeit.

LAMINIERMASCHINENLAUF

LAMINIERMASCHINENLAUF

Mit dem Neschen K1550N werden bedruckte Materialien laminiert und geschützt. Materialbreite, Folienart, Länge und Verarbeitungsgeschwindigkeit bestimmen die benötigte Maschinenlaufzeit.

WEITERVERARBEITUNGSLAUF

WEITERVERARBEITUNGSLAUF

Der Flexa Extrim 260 verarbeitet bedrucktes Rollenmaterial präzise auf das gewünschte Format. Materialbreite, Schnittlänge, Anzahl der Schnitte und Geschwindigkeit bestimmen die Laufzeit.

Welche Faktoren beeinflussen den Maschinenlauf?

Wie lange ein Produktionsauftrag auf einer Maschine läuft, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die Auflage, das Format, das verwendete Material, die Produktionsgeschwindigkeit und die gewünschte Qualität.


Auch zusätzliche Verarbeitungsschritte können die Laufzeit beeinflussen. Muss beispielsweise ein Druckprodukt mehrfach durch eine Maschine geführt werden, erhöht sich die benötigte Zeit entsprechend.

Bei Druckmaschinen können außerdem Farbigkeit und Druckverfahren eine Rolle spielen. Ein einfacher Auftrag kann deutlich schneller produziert werden als ein komplexes Produkt mit mehreren Produktionsschritten.

Maschinenlauf bei kleinen und großen Auflagen

Bei kleinen Auflagen ist der eigentliche Maschinenlauf häufig relativ kurz. Die Kosten werden dann stärker durch das Einrichten und Vorbereiten der Maschine beeinflusst.

Bei größeren Auflagen wird die Laufzeit zunehmend wichtiger. Je mehr Exemplare produziert werden, desto länger ist die Maschine belegt. Gleichzeitig sinken bei vielen Produktionsverfahren die Kosten pro Stück, weil sich feste Vorbereitungszeiten auf eine größere Menge verteilen.

Deshalb kann es wirtschaftliche Unterschiede zwischen Kleinserien und Großauflagen geben, selbst wenn das eigentliche Druckprodukt identisch ist.

Maschinenlauf und Produktionsplanung

Für eine Druckerei ist die genaue Planung des Maschinenlaufs wichtig, um Aufträge rechtzeitig fertigzustellen. Maschinen können nur eine begrenzte Anzahl von Aufträgen gleichzeitig verarbeiten.

Deshalb werden Produktionszeiten geplant und verschiedene Aufträge möglichst effizient hintereinander organisiert. Ähnliche Materialien, Formate oder Produktionsarten können beispielsweise zusammengefasst werden, um unnötige Umstellungen zu reduzieren.

Eine gute Produktionsplanung trägt dazu bei, Maschinenauslastung und Durchlaufzeiten zu verbessern